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J.-Ch. Paulick - Meine Gäste


Tauchen in Senftenberg

Papua Neuguinea



Reisebericht Papua Neuguinea zum Video - Tauchen in Senftenberg

Schon vor einigen Jahren habe ich mir vorgenommen, dieses schöne Land zu bereisen. Nun war es endlich soweit und unsere Reise ging über Singapur nach Port Moresby. Von dort mit einer kleinen Propellermaschine nach Madang und weiter bis Wewak.

In der ersten Nacht wurden wir in einem gemütlichen Hotel untergebracht und am nächsten Tag sollte unsere Landtour beginnen. Wir fuhren mit einem Mini-Bus 4 Stunden lang durch eine wunderschöne Landschaft. Vorbei an kleinen Dörfern und Märkten. Am Sepik-Riffer angekommen, warteten schon unsere drei Begleiter mit einem Einbaumboot auf uns. Unser Gepäck wurde verladen und mit der Kraft eines Außenborders ging es los.
Wir fuhren ca. 5 Stunden den Riffer entlang, bis wir an einem Dorf hielten. Von dort noch ca. 2,5 Kilometer bei 38 Grad Celsius zu Fuß bis ins nächste Dorf.

Hier angekommen, konnten wir uns die Männerhäuser anschauen. In ihnen lagerten zahlreiche Masken, Holzfiguren, Trommeln und ein besonderer Stuhl, den wir nicht fotografieren durften. Das alles war schon recht mystisch.

Wir fuhren mit unserem Boot weiter und am Abend machten wir an einer kleinen Station halt, wo wir auch über Nacht blieben. Am 2. Tag ging es den Fluss weiter entlang bis zu einem kleinen Dorf, wo man dachte, hier ist die Zeit vor ein paar Jahrzehnten stehen geblieben.
Die Frauen gewannen aus Seikobäumen einen Brei, aus dem sie Brot gebacken haben. Kinder liefen umher und bestaunten uns. Alles war so friedlich und harmonisch. Keine Uhren, kein Strom, Handy, so etwas kannte man hier nicht. Unsere Bootsfahrt ging weiter.

Am Nachmittag hielten wir an einem Dorf, wo gerade ein Sing-Sing stattfand. Schon von weitem hörten wir Trommeln und Gesänge. Die Dorfbewohner standen vor dem Männerhaus und drinnen tanzten die Krieger und einige Kinder nach dem Takt der Trommeln. Als ich die Männer sah, hatte ich Respekt vor ihnen. Mit ihren schwarzen Bemalungen, dem Kopfschmuck und den roten Zähnen – die bekommen sie von Betelnuss essen - sahen sie Furcht erregend aus. Genau so hatte ich es mir vorgestellt und Wau war eine Begegnung, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Weiter ging es den Sepik Riffer Strom aufwärts. Am Abend wurde das Nachtlager in einem Dorf bezogen. Unser Koch Henry zauberte ein schmackhaftes Essen und müde lagen wir schon unter unseren Moskitonetzen. Die Geräusche die nachts aus dem Dschungel kommen waren sehr gespenstisch.
Am Morgen, es war noch dunkel, ging es los in den Wald auf der Suche nach dem Wappentier von PNG, den Paradiesvögeln. Unser Führer kannte eine gute Stelle und wir sahen auch einige Vögel bei der Balz. Nach dem Frühstück fuhren wir mit unserem Boot zurück. Wieder zwei Flüge bis in die Hauptstadt Port Morsby und ein Flug nach Goroka zum
zweitgrößten Sing-Sing Fest von PNG.

Am Flughafen von Goroka wurden wir auch schon von seltsamen Maskenmännern begrüßt.
Im Hotel machten wir uns für den nächsten Tag bereit. Akkus laden, Kameras testen und den Sonnenschutz bereitlegen. Wir waren mit die ersten auf dem gossen Festivalplatz, wo das große Spektakel stattfinden sollte. Und dann kamen sie, ca. 65 verschiedene Stämme, mit je 10-20 Mitgliedern. Die Kameras liefen heiß, schnell waren 450 Bilder gemacht. So eine Farbenpracht an Kostümen und Federschmuck war überwältigend, und wir mitten drin. Das war sehr beeindruckend und diesen Tag werde ich bestimmt nicht vergessen.

Am nächsten Tag ging es wieder nach Port Moresby und weiter nach Hoskins, wo unsere Tauchsafari losging.
Das Boot, die Fee Brina war super, das Essen reichlich und die Mannschaft sehr freundlich.

Die Unterwasserwelt war ein Mix aus Malediven, dem roten Meer und den Philippinen. Barrakudaschwärme, Makrelenschulen, Schildkröten, Haie…. So eine Artenvielfalt habe ich noch nie gesehen. Dort gibt es noch richtig viel Fisch. Die Korallen sind alle in Ordnung, Fächerkorallen von 2 x 2 Metern und mitten drin Zwergseepferdchen. An zwei Tage schafften wir sogar 5 TG und es wurde nie langweilig.

Nach einer Woche ging es noch für 7 Tage in das Walid Resort. Eine kleine Hotelanlage am Fuße eines Vulkans. Von dort aus hatten wir noch 5 Tauchtage vor uns, die genau so schön
waren wie die auf dem Safariboot. Die Guides versuchten uns immer wieder neue Sachen
zu zeigen. Bei Wassertemperaturen bis zu 29 °C und Sichtweiten bis 50 Meter konnte man sich nicht beschweren.

Nach 23 Tagen, 12 Flügen, tausenden Fotos und bleibenden Erinnerungen ging es wieder nach Hause.

Meine Meinung ist, da muss ich wieder hin. Das Land ist so schön, die Kultur so interessant
und die Tauchgründe so vielseitig. Man braucht bestimmt mehrere Urlaube, um alles zu sehen. Ich bin schwer begeistert, etwas Schöneres habe ich noch nicht erlebt und gesehen.

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